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21 Mai 2017

Schweine befreien - Jens Kirschneck

[Roman]


Nach einer gescheiterten Karriere als Manager einer Rockband wird Theo Grabowski Journalist für das städtische Anzeigenblatt. Ihn zeichnet sein schwach ausgeprägter journalistischer Jagdinstinkt aus, was sein Chefredakteur für Bequemlichkeit und seine Exfreundin Pamela für Faulheit hält. Doch diesmal ist es anders: nach einer schrecklich durchzechten Samstagnacht wacht Theo mit einen Black Out auf. Er erinnert sich noch, dass er im Chihuahua bei der selbsternannten Boheme der Stadt platten aufgelegt hat. Nachdem Pamela mit ihrem derzeitigen Lover gekommen war, hatte er sich allerdings systematisch mit Tequilla betrunken. Erst später wird ihm klar, was er ihn dieser Nacht noch erlebt hat. Sein Nachhauseweg im Morgengrauen führte ihn über den Schlachthof, wo schon ein Laster mit Schweinen wartete. Als seine innere Stimme ihm sagt, dass er die Schweine befreien müsse, versucht er die Gitterstäbe zu öffnen. Dabei sieht er einen Mann zwischen den Schweinen liegen, bei dem es sich um Volker Wunsch, den Sportdirektor des Zweitligisten FC Teutonia handelt.

Theo will diesmal den Dingen auf den Grund gehen, vielleicht hat ihm seine Fantasie nur einen üblen Streich gespielt, denn Wunsch taucht völlig unbeschadet wieder im Fußballverein auf. Allerdings gibt es hinter den Kulissen wieder einmal unschöne Machtkämpfe um das Sagen im Verein. Dabei scheinen die vermehrt von Wunsch zu Teutonia geholten jugoslawischen Fußballer eine Rolle zu spielen.

Er kommt auf die Spur der Frankfurter Agentur Sportgate, wo Bruder und Schwester als Spieleberater mittelmäßige Jugoslawen als große Talente an Fußballmannschaften vermitteln. Und er trifft auf die junge, exzentrische Rezeptionistin Toni, die Wunsch gut zu kennen scheint und die beide plötzlich verschwinden. Theos Suche führt ihn bis nach Kroatien, aber wirklich klüger kommt er nicht zurück.
Jens Kirschneck ist langjähriger Redakteur beim Fußballmagazin 11 Freunde, das auch wir schon lange begeistert lesen. Rasant und spannend, mit viel Insiderwissen ist auch „Schweine befreien“ geschrieben. Angesprochen werden zwar Machenschaften und Skandale im Fußball, aber es geht auch um Leben und Überleben in der Provinz, verlorene Jugendträume und die Suche nach dem ewigen Glück.


Verbrecher Verlag Berlin // 2016
328 Seiten // 14,00 Euro // Broschur

Für das Rezensionsexemplar danken wir:


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